Netatmo Wetterstation NWS01 – App für Android und iPhone

Dies ist nur ein Gravatar Rainer Hoppe

Über den Autor: Rainer Hoppe ist ein kritischer und professioneller Produkttester. Er hat bereits über 300 aktuelle Produkte getestet und in Testberichte beschrieben. Aktuell leitet Rainer unsere Wetterstation Test Reihe. Rainer, Anfang 30, ist ein begeisteter Technik und Computer-Fan, Freizeit-Mountain-Biker sowie ein stolzer und rührender Vater einer kleinen Tochter.

  • Kontakt per Twitter: http://twitter.com/Rainer_Hoppe

Netatmo Wetterstation NWS01
Wetterstation Testbericht von Rainer Hoppe

Die Netatmo-NWS01-Wetterstation für iPhone und Android ist ein ziemlich neues Gerät auf dem Markt der Wetterstationen. Mit Spannung habe ich den Moment abgewartet, die Wetterstation endlich testen zu können. Denn die Möglichkeit, lokale Wetterdaten auf dem Smartphone oder einem iPhone und iPad ablesen zu können, konnte bisher nur durch eigene Bastelarbeit ermöglicht werden.

 

Die Netatmo Wetterstation NWS01im Test

Mit Spannung erwartet: Die Netatmo Wetterstation mit App für das Smartphone. Doch der Wetterstation Test trübte die hohen Erwartungen

Das Design der Wetterstation für iPad & Co unterscheidet sich grundsätzlich von dem Design herkömmlicher Wetterstationen. Die Wetterstation Nemato besteht aus einem Außen- und einem Innenmodul in Form eines Metallzylinders aus Alu. Die Standfüße sind aus Kunststoff. Die Maße betragen jeweils 45x45x 105 bzw. 155 mm. Zum Lieferumfang Nemato Wetterstation gehören ein Netzteil für die Basis, USB Kabel zur Verbindung mit Smartphone oder PC, ein USB Adapter, ein Montageset und 4 AAA Batterien. Der Hersteller liefert für die Montage des Außensensors ein Klettband mit. Die Wetterstation Nemato ist mit iPhone, iPad und Android 4.0 und höher kompatibel. Der Einsatz der Wetterstation Android erfordert einen Wi-Fi-Router und einen Internetzugang.

Die Nemato Wetterstation misst:

  • Innen- und Außentemperatur
  • Luftfeuchtigkeit innen und außen
  • Luftdruck
  • Geräuschpegel innen
  • Luftverschmutzung
  • Wettervorhersage für eine Woche

Alle Wetterdaten werden auf den verbundenen Geräten mittels einer App angezeigt. Die App ist kostenlos bei Google Play im Google App Store erhältlich. Je nach Bedarf können mehrere Stationen auf dem Smartphone verwaltet oder eine Station von mehreren Smartphone überwacht werden. Die Anzeige erfolgt in bekannten Symbolen und Graphen. Daten lassen sich chronologisch ordnen. Ist zum Beispiel der CO2 Gehalt im Innenraum zu hoch, dann löst die Wetterstation über die Wetter App Android einen Alarm aus. Grenzwerte und Alarm lassen sich individuell einstellen. Alle Wetterdaten werden von der Wetterstation Nemato ins Internet auf den Server von Nemato übertragen. Eigene Speichermöglichkeiten besitzt die Nemato Wetterstation nicht.

Die Anzeige der gesammelten Daten erfolgt von der Wetter App Android bei den Temperaturen in einem Toleranzbereich + – 0,3 ⁰C, bei der Luftfeuchtigkeit bei + – 3,0%, beim Luftdruck mit einer Genauigkeit von + – 1 mbar. Der CO2 Sensor innen misst in einen Bereich zwischen 0 bis 500 ppm. Der Lärmpegel wird zwischen 35 und 120 dB ermittelt.

Einrichtung der Nemato Wetterstation
Die Einrichtung eines Account im Internet ist unkompliziert. Die Registration für Wetter iPad erfolgt mittels E-Mail-Adresse. Danach kann die Benutzeroberfläche heruntergeladen werden und die Wetterstation per USB an den PC angeschlossen werden. Nach Angabe des WLAN-Netzwerkes verbindet sich die Wetterstation automatisch alle fünf Minuten mit dem Internet und aktualisiert neuste Updates. Für die iPad Wetterstation ist die Verbindung zum iPad mittels App möglich. Die App liefert zudem viele Bedienhinweise.

Die Nemato Wetterstation im Test

Im Test erwies sich der Außensensor der Nemato Wetterstation als wasserdurchlässig. Laut Hersteller ist der Außenfühler lediglich spritzwassergeschützt. Das mitgelieferte Klettband eignete sich nicht zu Installation. Eine individuelle Bastellösung musste zur Installation herangezogen werden. Enttäuschend auch die Reichweite: Bei dicken Mauern liegt die maximale Verbindungsweite des Sensors zur Übertragung der Wetterdaten in unserem Praxistest  bei gerade einmal  25 bis 30 Metern.  Auffallend: Teilweise extreme – aber konstante – Abweichungen der gemessenen Temperatur und Luftfeuchtigkeit gegenüber unserer Referenz-Messstation. Im Bereich der Kategorie „Funkwetterstation“ ist dies akzeptabel. In der Kategorie „Profi-Wetterstation“ hätte dies zur Abwertung geführt.
Mittels optisch sehr schicker App lassen sich Daten über einen langen Zeitraum auswerten und zusätzliche Informationen wie Sonnenstunden, UV Index, Niederschlagsmenge und Windgeschwindigkeit anzeigen. Nemato speichert alle Daten langfristig. Diese lassen sich archivieren. Wer Statistiken mag, der hat im Hoch- und im Querformat einen guten Überblick über den Verlauf der gesammelten Wetterdaten. Auf der Internetseite von Nemato ließen sich im Test verschiedene Warnsysteme der Wetterstation deaktivieren.
Hier muss aber auch Kritik ansetzen. Die Daten der Wetterstation sind nur über das Webkonto über den Hersteller zugänglich. Eine Möglichkeit, die Daten im eigenen WLAN abzugreifen, besteht nicht. Bei Ausfall der eigenen Internetverbindung oder bei einer Insolvenz des Herstellers wird auch die Wetterstation obsolet.

Die Messung des Schallpegels ermöglicht durch die iPad Wetterstation eine Überwachung des Hauses aus der Entfernung. Daten wie Luftverschmutzung oder Lärm lassen sich nur in einem einzelnen Raum messen. Als Diebstahlschutz eignet sich die Wetterstation Nemato aufgrund der Synchronisationsabstände mit dem Internet nicht.

Ist die Wetter App Android erst einmal eingerichtet, dann macht die Arbeit damit großen Spaß. Leider trübt der vergleichsweise hohe Preis, die zwingende Voraussetzung einer dauerhaft vorhandenen Internetverbindung und die fehlende Möglichkeit der lokalen Wetterdaten-Speicherung den sonst guten Gesamteindruck der Nemato Wetterstation. Dennoch dürfte die Wetterstation für viele Käufer interessant sein: Temperaturmessung im Innen- und Außenbereich mittels Sensoren sowie Abrufen der Daten über eine Android oder iPhone und iPad App – wer mit unseren Kritikpunkten leben kann erhält mit dieser Wetterstation ein solides Gerät genau für diesen Anwendungszweck.

Tabelle: Testübersicht Funkwetterstationen

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3 Kommentare

  1. DonnerGott sagt:

    Danke für diesen Netatmo Test! Ich hätte mir beinahe die netatmo urban weather Station gekauft, bin jedoch jetzt vorsichtig. Will natürlich nicht nur über mein Apple Handy auf die Wetterdaten zugreifen können. Und unter dem Begriff „WLAN Wetterstation“ habe ich mir bisher was ganz anderes vorgestellt …

  2. Izmir Übel sagt:

    Ich bin mit der Wetterstation glücklich und zufrieden, sodass ich bereits zwei weitere Innensensoren gekauft habe.
    Den Außensender habe ich unter dem Dachvorsprung des Gartenhauses installiert. Auch die Entfernung und die dicken Hausmauern sind kein Problem für die Datenübertragung.

    Die Wetterstation ist gekoppelt mit meinem WLAN. Da habe ich über das Internet auch im Urlaub Zugriff und kontrolliere so zum Beispiel, ob es ungewöhnliche Geräuschentwicklungen gab und ob meine Verwandschaft pünktlich die Katze gefüttert hat. 🙂

  3. Oliver Heinrich sagt:

    Im App Store habe ich die App MyWeatherCenter gefunden.
    Zusammen mit einem sehr preisgünstigen Sensor von Texas Instruments (Sensortag, 25€, z.B. bei Elektronik Reichelt) kann man sich damit eine eigene Wetterstation aufbauen. Es wird die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der Luftdruck angezeigt.

    Laut Hersteller werden außerdem schon bald weitere Sensoren von Estimote u.a. unterstützt.

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